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Warum impfen?

Erkrankungen, die von Mensch zu Mensch übertragen werden, wie Kinderlähmung, Masern, Keuchhusten und Hepatitis B, könnten eingedämmt werden, wenn sich genügend viele Menschen dagegen impfen lassen würden. Die Erreger könnten dann nicht mehr zirkulieren, wodurch eine sogenannte Herdenimmunität entsteht. Wären beispielsweise 95% der Bevölkerung geimpft, gäbe es in Österrreich keine Masern mehr. Ein Abraten von Impfungen ohne triftigen medizinischen Grund durch Ärzte gilt als Verstoß gegen die Prinzipien der beweisgestützen Medizin. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt jeden Arztkontakt zur Überprüfunfg zu nutzen, ob die empfohlenen Impfungen durchgeführt worden sind und gegebenfalls fehlende Impfungen nachzuholen.

Wie wirken Impfungen?

Die Wirkungsweise von Impfungen beruht auf zwei Methoden: der aktiven und der passiven Imminisierung. Bei der aktiven Immunisierung wird das Immunsystem durch abgeschwächte Erreger (Lebendimpfstoffe) oder abgetötete Erreger (Totimpfstoffe) angeregt, sich die Keime zu merken, wobei es zur Bildung von Antikörpern kommt. Bei neuerlichem Kontakt werden diese Erreger erkannt, wodurch eine rasche Abwehrreaktion ermöglicht wird. Lebendimpfstoffe werden gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken oder Gürtelrose eingesetzt und bieten einen sehr guten und lang andauernden Schutz vor einer echten Infektion. Totimpstoffe werden gegen FSME, Hepatitis, Tetanus und Diphterie verabreicht und bedürfen einer mehrmaligen Gabe des Impfstoffes (Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfungen).
Im Gegensatz dazu enthält die passive Immunisierung bereits Antikörper, die eine erfolgte Infektion rasch eindämmen können bzw. sofort vor einer Infektion schützen. Vom Körper selbst werden dabei keine Abwehrstoffe gebildet, der Schutz besteht daher nur kurzfristig, da die Antikörper mit der Zeit abgebaut werden. EIn Beispiel für die passive Immunisierung ist die Tetanusimpfung.

Wer sollte sich impfen lassen?

Schutzimpfungrn stellen für alle Altersgruppen wichtige Vorsorgemaßnahmen dar. Die Grundimmunisierung sollte bei Säuglingen und Kleinkindern rechtzeitig erfolgen (ab der 7. Woche). Der jeweilige Impfstatus sollte vom Arzt überprüft werden; einen raschen Überblick bietet auch der Impfcheck auf www.impfcheck.at. Reisen, bestimmte Berufe oder Schwangerschaft können zusätzliche Impfungen erforderlich machen. MIt zunehmendem Alter sinkt die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems, wodurch Infektionen einen schweren Verlauf nehmen können. Daher sollten vor allem Senioren, die Kinder betreuen, besonders auf ihren Impfschutz achten.

Nebenwirkungen/Unerwünschte Wirkungen

Die WHO unterscheidet vier Kategorien von Reaktionen auf eine Impfung:

  1. Durch die Impfung verursachte Reaktionen:
    harmlose Schwellungen und Rötungen der Impfstelle, vorübergehendes Fieber, „Impfkrankheit“ (milde Form der Krankheit, gegen die geimpft wird, die nur bei Lebendimpfstoffen bei weinger als einem Prozent der Fälle vorkommen kann).
  2. Durch die Impfung ausgelöste Reaktionen: gesundheitliche Probleme, die sich auch bei anderen Gelegenheiten ereignet hätten.
  3. Erkankungen durch fehlerhafte Produktion (extrem selten), Dosierung oder Anwendung eines Impfstoffes.
  4. Erkrankungen, die rein zufällig zeitlich mit der Impfung zusammentreffen und irrtümlich als Ursache angesehen werden.

Insgesamt sind sowohl vorübergehende Erkankungen (Impfkomplikationen) als auch bleibende Erkrankungen (Impfschäden) nach einer Impfung extrem selten, Der Nutzen einer Impfung ist im Verhälrnis zum Risiko außerordentlich hoch.

Mythen über Impfungen

Häufig verbreitete Unwahrheiten über Impfungen sind:

  • „Impfen macht krank“: Die Relation zwischen dem großen Nutzen einer Impfung und dem minimalen Restrisiko, das jede medizinische Maßnahme mit sich bringt, wird häufig falsch dargestellt.
  • „Impfungen enthalten gefährliche Inhaltsstoffe“: Neben dem Antigen enthalten Impfstoffe auch sogenannte Hilfsstoffe, die eine optimale Wirkung des Impfstoffe sicherstellen. So ist beispielsweise der in Impfstoffen enthaltene Zusatzstoff Formaldehxd um ein Vielfaches niedriger als jene Menge, die mit der täglichen Nahrung aufgenommen wird. Quecksilber ist seit Jahren in Impfstoffen nicht mehr enrhalten.
  • „Impfungen überlasten das Immunsystem und erzeugen Allergien“: 100 Impfungen könnten gleichzeitig verabreicht werden, und dennoch wäre nur 0,1 Prozent des Immunsystems ausgelastet. Zahlreiche Studien haben außerdem widerlegt, daß Impfungen Allergien auslösen.
  • „Kinderkrankheiten sollen durchgemacht werden“: Sogenannte „Kinderkrankheiten“ wie Masern können tödlich verlaufen, Windpocken zu schweren Komplikationen wie Erkrankungen des Zentralnervensystems und Mumps bei jungen Männern zu Hodenentzündung und Unfruchtbarkeit führen. Das Gesundheitsrisiko, das eine echte Infektion mit sich bringt, ist damit zu hoch.
  • „Gegen Krankheiten, die selten auftreten, muß man nicht impfen“: Wenn die Anzahl der geimpften Personen in der Bevölkerung (Durchimpfungsrate) sinkt, können eingeschleppte Erreger aus anderen Regionen/Ländern zu einer neuerlichen Verbreitung der Krankheit führen.
  • „Bessere Lebensbedingungen schützen vor Infektionskrankheiten“: Sauberes Trinkwasser und Hygienemaßnahmen reichen alleine nicht zum Schutz vor Erkrankungen aus. Viele Infektionskrankheiten sind hochgradig ansteckend, sodaß sie sich ohne Schutzimpfung trotz Hygienemaßnahemn rasch verbreiten können wie etwa Masern oder Rotaviren. Andere Erkrasnkungen werden weitgehend unabhängig von der Hygiene verbreitet (Humane Papillomaviren, FSME).

Bei Fragen und Unklarheiten informiert Sie Ihr Arzt korrekt  und kompetent.

Richtiges Verhalten nach Impfungen

Sehr selten können allergische Reaktionen oder Kreislaufkollaps (z.B. aus Angst vor Spritzen) nach einer Impfung auftreten. Deshalb wird empfohlen, nach einer Impfung 20 Minuten zur Nachbeobachtung beim Arzt zu verbleiben. Eine besondere Schonung ist nicht notwendig, dennoch sollten in der Regel am Tag der Impfung extreme Belastungen vermieden werden.


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